"Siegfried Marcus, Mythos und Wirklichkeit" Siegfried Marcus; ein Erfinderleben, wie es wirklich war. Das vorliegende Buch ist zweifellos das am besten recherchierte Werk über Siegfried Marcus. Hardenberg räumt hier mit einer der größten Peinlichkeiten der Geschichte der Automobilforschung auf, nämlich der Marcusmythographie. Das Buch Hardenbergs und seiner Mitautorin Bürbaumer entspricht voll den Ansprüchen, die der kraftfahrzeughistorisch interessierte Leser an ein wissenschaftliches Werk stellt. Mir ist kein Buch bekannt, das auf einem so engen Forschungsgebiet die Materie mit einer solchen Akribie darstellt, wie es Hardenberg tut. Die Hinterlegung der Aussagen im umfangreichen Quellenverzeichnis ist beispielgebend. Die große Stärke diese Buches liegt in einer minutiösen Aufzeichnung der Erfindungen und Entwicklungen Markus' anhand von Primärquellen. Der Leser kann leicht nachvollziehen, wie verschiedenen Erfindungen und Entwicklungen zusammenwirken und zu welchem Zeitpunkt welche Entwicklungen überhaupt möglich waren. Nicht zu Unrecht hat die Bibliothekt der Österreichischen Akademie der Wissenschaften das Werk als "Buch des Monats Juni 2001" ausgezeichnet. Ein "Muß" für jeden, der mitreden will! Zum Siegfried Marcus Buch.
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SIEGFRIED MARCUS – BEDEUTENDER INGENIEUR UND VIELSEITIGER ERFINDER. VOM MECKLENBURGISCHEN MALCHIN NACH WIEN
Von Norbert Böttcher, Teetz 2005, Verlag Hentrich und Hentrich, Bd. 26 der „Jüdischen Miniaturen", herausgegeben von Herman Simon. ISBN 3-933471-84-2. Auf 64 Seiten liefert der aus Malchin stammende Autor ein kompaktes Lebensbild des vielseitigen Erfinders, Apparatebauers und Kraftfahrzeugpioniers.
Es werden nicht nur die automobilistischen Entwicklungen, die Marcus bekannt gemacht haben, sondern auch seine Arbeiten auf dem Gebiet der Elektrotechnik, Beleuchtungstechnik und Chemie dargestellt. Dabei kommen Herkunft und Persönliches nicht zu kurz. Die Kritik beschränkt sich auf für Person und Werk bedeutungslose Kleinigkeiten (wie die Verbindung zum österreichischen Kronprinzen Rudolf). Im Vorwort (Prolog) bekennt sich der Autor zum wissenschaftlichen, quellenbezogenen Arbeiten (und distanziert sich von der Marcusmythographie), was ein dem Umfang des Buches entsprechendes Quellenverzeichnis belegt. Sehr empfehlenswert, vor allem für die, die wenig oder nichts über Marcus wissen und was Gedrucktes zur Hand haben wollen. Ein Sponsor hat eine größere Anzahl von Exemplaren Schülern aus Malchin, Berlin und Wien (Siegfried Marcus Berufsschule für Kraftfahrzeugtechnik, Wien) zur Verfügung gestellt, wofür ihm besonderen Dank gebührt.
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(Herausgeber, Mitautoren zum Marcus - Thema sind: Ursula Bürbaumer, Johannes Steinböck, Horst Hardenberg, Gerhard Schaukal und Ladislav Mergl), "Autos-Fahrer - Konstrukteure", Wien 2000, Erasmus Verlag
Professor D. Helmuth Grössing ist Historiker und lehrt an der Universität Wien.
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