Ein magneto-elektrischer Zünder in mehreren Entwicklungsstufen, in dem durch Handbewegungen, unterstützt von Federspannung, elektrische Ströme zur Zündung von Explosionsstoffen für militärische Zwecke, wie z.B. Minen, erzeugt werden. Ab 1869 vom k.k. Kriegsministerium erprobt, 1870 abgelehnt – man gab der elektrischen Reibungsmaschine des Majors Baron von Eschenbach den Vorzug.
Elektrischer Zünder für Explosionsmotoren, 1870 und folgende Jahre:
Marcus verwendete vermutlich ausschließlich elektromagnetische Zünder für seine Verbrennungsmotoren. Auch der Motor von 1870 (Mit so einem Motor wurde der 1. Marcus – Wagen, das erst mit Benzin betriebene Fahrzeug der Welt, angetrieben.) dürfte bereits über einen solchen Zünder verfügt haben, entgegen der Angabe in der Patentschrift von 1883: „Dies bewog mich, schon 1873 die Erzeugung des elektrischen Stromes ... mittels eines Magnetinductors zu bewirken, welcher eventuell durch den Motor selbst betrieben wird“ (Diese Feststellung bezog sich auf den von Radinger beschriebenen Motor von 1873). Die vom Motor von 1870 erhaltenen Fotos zeigen auf der Hinterseite der Maschine – vorne stand der „Vergaser“- ein Kästchen für den Zünder. Bei entsprechender Vergrößerung erkennt man die Schrauben zur Befestigung der Magnetstäbe.
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Elektromagnetische Abreißzündung für Explosionsmotoren, 1882/83:
Privileg für Österreich 1882 abgelehnt, Patent für das Deutsche Reich 1883 erteilt. Der Strom wird wie bei den zuvor entwickelten militärischen Zündern elektromagnetisch erzeugt, der Zündfunke entsteht durch die Trennung der (in der verbesserten Form) auf einander schleifenden Elektroden im Ansaugkanal des Motors. Diese Art der Zündung wird in allen späteren Motoren von Marcus verwendet und ist auch im 1888 von Märky, Bromovsky und Schulz für den Zweiten Marcus-Wagen gebauten Motor vorhanden. Allerdings fehlte der original Zündmagnet bei der bei der Instandsetzung im Jahre 1950. Er wurde durch einen baugleichen aus den Beständen des Museums ersetzt. Zum Unterschied von der Bosch-Zündung von 1897 handelt es sich hier um eine Niederspannungszündung.
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