Verschiedene Apparate
Elektrotechnische, mechanische und andere physikalische Apparate
Apparat zur Erzielung gleichförmiger Temperaturen mittels Gaslampe, 1855:
Bild: Regulator für die Gaslampen chemischer Laboratorien, 1855.
Ein vom Gasdruck gesteuerter Hahn regelt die Zufuhr zum Brenner so, daß eine stets gleichmäßige Hitze erzeugt wird.
Antigraph, 1856:
Bild: Antigraph.
Erleichtert das umständliche Verfahren, Originalbilder verkehrt auf Stein- und Metallplatten zu Druckzwecken zu zeichnen. Der Apparat von Marcus ersetzte eine bereits vorhandene, komplizierte und teurere Vorrichtung.
Dreibackige Schraubenkluppe, 1858:
Bild: Schraubenkluppe, Bildquelle: TMW, Wien.
Das ist ein verstellbares Außengewinde – Schneidewerkzeug. Gewinde waren nicht standardisiert wie heute und die Handwerker schnitten sich die Gewinde je nach den Erfordernissen selbst.
Feldtelegraph, 1862:
Bild: Zeigertelegraph von 1862.
Feldtelegraph, 1862, vorher schon Erfindung eines Zeigertelegraphen und Verbesserungen am Morse‘schen Relais. Dieser Apparat scheiterte an seiner Unzuverlässigkeit und Langsamkeit bei der Datenübermittlung.
Bild: Automatischer Morseapparat von 1861, Bildquelle: Museum f. Post und Kommunikation, Frankfurt.
Im Museum für Post und Kommunikation, Frankfurt a. M., befindet sich das Original eines automatischen Morseapparates von Marcus aus dem Jahr 1861.
Thermosäule, 1865:
Bild: Thermosäule.
Ein Versuch, Elektrizität direkt aus Wärme zu gewinnen. Ausgewählte Metalllegierungen ersetzten Antimon, Wismuth u.a. als Elektrizitätserreger zur Stromerzeugung. Diese Erfindung wurde als ein wesentlicher Fortschritt in der Elektrotechnik angesehen und von der Österr. Akademie der Wissenschaften mit 2500 fl. (Kaufkraft im Jahr 2000: ca. € 22.500) entschädigt. Das Verfahren war jedoch höchst unwirtschaftlich. Um 3 W an elektrischer Energie zu gewinnen, mussten fast 100 W an Wärme zugeführt werden.
Spiritusglühlampe, auch Marcus - Lampe genannt:
Bild: Alkohol- oder Benzinlampe, 1891.
Sie wird vom Neuen Wiener Tagblatt im unmittelbar nach Marcus‘ Tod erschienen Nachruf als „wohl seine bedeutendste Erfindung“ bezeichnet (!).
Elektrische Lampe, 1877:
Bild: Glühlichtlampe von 1879.
Auch Marcus nutzte schon Elektrizität als konstante Lichtquelle. Bis zu seinem Tod machte Marcus immer wieder mit verschiedenen Beleuchtungsvorrichtungen, teils elektrisch, teils auf Gas basierend, auf sich aufmerksam.
Kuriositäten, wie ein Apparat Photographie-Revue zur Vorführung von 50-100 Fotografien in Folge, ein Zauberapparat für das populäre Unternehmen „Kratky-Baschik“ im Wiener Vergnügungspark Prater und ein Kravattenbefestiger sollen nicht unerwähnt bleiben. Sie zeugen von der Vielseitigkeit des Siegfried Marcus - auch ein Grund für den hohen Bekanntheitsgrad, den der „Erfinder“ im damaligen Wien genoß.
Bild: Photographie -Revue.
